Kvikkjokk - die beiden haben es geschafft!

Tag 21, 22 und 23 – Kvikkjokk und Rückfahrt

Das Ende unserer Reise

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Um 4 Uhr stehen wir auf, um 5:15 starten wir unsere letzte Etappe nach Kvikkjokk. Wir frühstücken unsere letzte Salamella und das letzte Knäckebrot. Bald gelangen wir in den Wald und gehen auf sehr feuchten Waldwegen und/oder steinigen Wegen. Wir kommen flott voran und bald gelangen wir auf die Kreuzung zum Kungsleden.

Über die Boarek-Hochebene zurück zum Kungsleden, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 25mm, 1/50s, Blende 8, ISO 400
Lord of Bones, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 24mm, 1/50s, Blende 5.6, ISO 200
Frische Farben nach dem Regen, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 28mm, 1/25s, Blende 8, ISO 400
Mit großen Schritten durch den Sumpf, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/160s, Blende 8, ISO 400
Über die Boarek-Hochebene zurück zum Kungsleden, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/250s, Blende 8, ISO 400
KungsledenSarek2016_1080835, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 24mm, 1/320s, Blende 5.6, ISO 200

Wieder am Kungsleden geht es noch ca. 2 Stunden bis nach Kvikkjokk. Bei einer Brücke legen wir eine letzte Pause ein und essen Vanillepudding – jetzt sind wirklich alle Vorräte restlos verbraucht. Der Weg wird nun immer breiter, ganz am Ende gehen wir auf Feldwegen, wie wir sie auch aus Lichtenwörth kennen.

Durch den Wald nach Kvikkjokk, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/400s, Blende 8, ISO 400
(Ur)Wald, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 24mm, 1/100s, Blende 8, ISO 400
Durch Wald und über Hügel, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/80s, Blende 8, ISO 400
Durch den Wald nach Kvikkjokk, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/200s, Blende 8, ISO 200

Um ca. 11 Uhr erreichen wir Kvikkjokk. Ein seltsames Gefühl – einerseits sind wir froh, unser Ziel erreicht zu haben, andererseits sind wir fast ein bisschen neidisch auf jene Wanderer, die sich gerade für ihre Tour nach Abisko oder weiter in den Süden aufmachen. Wir machen ein “Zielfoto”, bauen unser Zelt auf (keine Zeltgebühr!) und suchen als nächstes gegen einen geringen Obolus die Duschen auf. Kvikkjokk besitzt auch eine Sauna, die ist allerdings sehr klein und wird selbst vom Hüttenpersonal nicht empfohlen. Die Duschen sind aber super – mit gutem Strahl und herrlich warmem Wasser.

Typisch schwedische Häuser und ein Fass, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 62mm, 1/500s, Blende 5.6, ISO 200
Zeltplatz in Kvikkjokk, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 33mm, 1/20s, Blende 4, ISO 200
Der Gamajåhkå rauscht an der Hütte und unserem Zelt vorbeiDer Gamajåhkå rauscht an der Hütte und unserem Zelt vorbei, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/800s, Blende 5.6, ISO 200

Danach gönnen wir uns ein Mittagessen (Burger, Cola und Bier) und gehen anschließend ein bisschen im “Ort” spazieren. Viel gibt es nicht, ein paar Häuser, eine Kirche, einen Bootsanleger und die Bushaltestelle. Wieder zieht ein Gewitter auf. Wir schnappen unsere Kindles und gehen zur Rezeption, wo wir es uns auf den Sofas gemütlich machen, das arme Zelt bleibt allein im Regen zurück.
Am Abend gibts Rentiersteaks mit Rotweinsauce und Erdäpfel, davor Lachspastete (Markus: kurz abgebratenes Rentierfleisch) und als Desert Topfenkuchen mit Vanille-Zitrone-Eis und Karamell. Wir geniessen das Essen und sind erst um 21 Uhr wieder im Zelt.


Am nächsten Tag nehmen wir den Bus um 9:30. Auch auf dieser Busstrecke machen wir wieder ausgedehnte Pausen in Arrenjarka und Jokkmokk. Das Feriendorf Arrenjarka kennen wir schon von unserer Wohnmobiltour, wir gehen hier ein bisschen spazieren. In Jokkmokk setzen wir uns in eine Konditorei. 45 Minuten haben wir Zeit – man sollte meinen, genug Zeit für Kaffee und Kuchen. Nun, den Kuchen bekommen wir gleich, für den Cappuccino müssen wir aber fast 30 Minuten warten. Wir eilen zur Busstation und sind 5 Minuten vor Abfahrt da. Nur: unser Bus ist weg!

Panik!!! 😱😱😱

Ist der Bus ohne uns abgefahren? Mit unseren Rucksäcken drin? Mit unseren Reisepässen drin? Oder hätten wir den Bus wechseln müssen und unsere Rucksäcke sind gerade auf der Fahrt nach Irgendwo im Nirgendwo? Die Bahnhofsuhr zeigt 10 Minuten später an als meine Armbanduhr – ist der Bus nach der Zeit auf der Bahnhofsuhr abgefahren? Ich stürme ins Gebäude des Busbahnhofs: Where is the Bus to Murjek? Nach dem ersten Schock sehe ich einige bekannte Gesichter in der Halle, alle ohne Gepäck und ein Stein fällt mir vom Herzen. Ein Busfahrer beruhigt mich: Der quer parkende Bus da draußen ist unser Bus, der hat sich nur umgeparkt und die Haltestelle freigemacht. 🤗

Eine Stunde später kommen wir in Murjek an, wo wir eine Stunde auf den verspäteten Zug nach Kiruna warten. Im Zug lesen wir und plaudern ein bisschen mit der netten Zugbegleiterin. Sie erklärt uns, dass man im Norden ohne weiteres die Zugtickets auch im Zug kaufen kann – entgegen der Infos, die man online bekommt.

Selfie in MurjekSelfie in Murjek, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 15.9mm, 1/10s, Blende 4.5, ISO 200

In Kiruna nehmen wir den kostenlosen Bus ins Zentrum. Dort gönnen wir uns einen Double-Hamburger mit Pommes und Cola bei Empes (ein recht beliebter Burgerstand) und gehen danach zum Campingplatz. Nach dem Zeltaufbau heißt es nur mehr duschen und relaxen, Markus geht auch noch in die Campingplatzsauna.


Am Morgen packen wir alles zusammen und frühstücken ausgiebig am Campingplatz. Wir setzen uns in die Sonne und genießen die Zeit bis zur Fahrt zum Flughafen. Wir gehen zurück ins Zentrum, der Flughafenbus fährt von der Polizeistation weg.

Lesen am Campingplatz vor dem Weg zunm FlughafenLesen am Campingplatz vor dem Weg zunm Flughafen, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 10.9mm, 1/250s, Blende 5.6, ISO 200

Am kleinen Flughafen in Kiruna warten wir auf den Abflug nach Stockholm. Von Stockholm geht es weiter nach Frankfurt und von dort endlich nach Wien. Der Flug Stockholm-Frankfurt ist etwas verspätet und da wir von Haus aus nicht viel Zeit zwischen den beiden Flügen hatten, eilen wir mit vielen weiteren Passagieren zum anderen Gate. Wir schaffen es rechtzeitig, mein Rucksack aber leider nicht, wie wir in Wien feststellen müssen. Markus Rucksack ist einer der ersten Gepäckstücke, aber meiner kommt und kommt und kommt nicht. Meine Eltern, die uns vom Flughafen abholen, fragen sich schon, wo wir so lange bleiben – am Lost&Found Schalter sind wir nicht die einzigen, die ein Gepäckstück von diesem Flug vermissen…

Nach einer kurzen Autofahrt, auf der wir den ersten kurzen Reisenbericht geben, kommen wir endlich daheim an. Und genießen die erste Nacht wieder im eigenen Bett, ach, wie haben wir es vermisst! 🙂

Ich hab Dich sooooo vermisst!Ich hab Dich sooooo vermisst!, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 10.9mm, 3/10s, Blende 2.8, ISO 400

Am nächsten Tag gegen 23 Uhr kommt dann auch mein Rucksack per Hauszustellung wohlbehalten bei uns an!

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