Tag 1: Von Lichtenwörth nach Reykjavík

arbeiten, packen, fahren, warten, fliegen, warten, fahren, schlafen

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Heute Abend geht es los! Unser Gepäck liegt im Vorzimmer und Wohnzimmer bereit, nun muss das ganze nur noch in den Rucksack passen – das wird heute Nachmittag noch spannend!
Davor wartet aber noch ein letzter, wenn auch kurzer, Arbeitstag auf uns. Um 12:30 ist Treffpunkt daheim. Die große Packliste wird ausgedruckt und es geht ans Packen und Abhakerln. Da in den Packlisten schon festgehalten ist, was in welchen Rucksack gehört, geht das Ganze auch schnell vonstatten. Vor dem Einräumen der Mahlzeiten und Snacks machen wir noch schnell ein Foto. Und – unglaublich aber wahr – es passt wirklich alles rein (und nein, es ist nicht nur Essen drin im Rucksack).
Nahrung für 12 Tage, ©  — iPhone 6s, 29mm, 1/100s, Blende 2.2, ISO 40
Unsere Rucksäcke sind jetzt schon müde, ©  — iPhone 6s, 29mm, 1/1600s, Blende 2.2, ISO 25
Während es sich unsere Rucksäcke auf der Terrasse gemütlich machen, jausnen wir noch und gehen ein letztes Mal alles durch. Haben wir auch nichts vergessen?
Wir hängen die Rucksäcke auf die eigens dafür angeschaffte Waage und halten fest: Elisabeths Rucksack wiegt 20 kg, Markus´ Rucksack ebenfalls 20 kg (ohne Wasser, beide 2l Flaschen sind dann auf seinem Rucksack) plus 4,5kg vorne in der Fototasche, Summe 26,5kg.
Um 18 Uhr holen uns Sissy und Karl ab und führen uns zum Flughafen, wo wir eine gute Stunde später eintreffen. Während die beiden nach Sooß zum Heurigen fahren, gehen wir zur Gepäckaufgabe – bereit, wieder den Schalter für das Großgepäck aufsuchen zu müssen. Aber seit unserem letzten Flug ist alles anders: die Gepäckaufgabe läuft nun auch über einen Selbstbedienungsschalter, den uns ein netter AUA Mitarbeiter erklärt. Markus meint, es kann nicht lange dauern, bis wir auch selbst das Essen an Bord servieren müssen und wenig später dann auch selbst fliegen müssen … Unsere Rucksäcke verschwinden am Förderband, diesmal ist kein Extraweg zum Großgepäckschalter notwendig. Bis bald, ihr Riesen, wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen 😉
Ohne Wartezeit kommen wir durch die Sicherheitskontrolle und wieder mal sind wir viiiieeel zu früh am Flughafen. Damit hätten wir nicht gerechnet, dass alles so flott geht. Wir essen ein Rohschinken-Mozzarella-Baguette bei Jamie Oliver (gut, aber nichts besonderes) und warten, warten, warten. Eine freie Liege bei einem geschlossenen Gate macht die Wartezeit erträglicher. Unsere Kindles wollen wir noch nicht auspacken, da wir den Akku für eventuelle Schlechtwettertage schonen wollen und so hängen wir nur herum, dösen und beobachten die Leute.
Mit einer halben Stunde Verspätung fliegen wir ab Richtung Keflavík. Der Flug dauert 4 eeeendlose Stunden. Wir können nicht gscheit schlafen, werden aber dafür von der Austrian mit Do&Co Essen gut verköstigt mit Kalbsbutterschnitzel und Püree und Schoko-Mousse. Die letzte “richtige” Mahlzeit, bevor wir uns für mindestens 10 Tage von gefriergetrocknetem Trekkingfood ernähren.
Um Mitternacht kommen wir in Keflavík an (2 Stunden Zeitverschiebung, in Österreich ist es jetzt bereits 2 Uhr). Wir gehen zum Zoll, da wir mehr als 3 kg Essen pro Person im Rucksack haben und wir hierfür einen kleinen Betrag zahlen müssen (tollur.is) – der nette Zollbeamte winkt uns aber durch!
Bald sitzen wir im Flybus nach Reykjavík (Karten kann man gut am Schalter am Flughafen kaufen), der uns direkt zum Campingplatz führt (am Laugadalur, beim Stadion und Hallenbad). Der Busfahrer wartet mit der Abfahrt, bis der Bus voll besetzt ist, wodurch wir erst um 1:30 Uhr abfahren und schließlich (nachdem der Bus alle Hotels der Fahrgäste abgeklappert hat) um 3:00 Uhr am Campingplatz eintreffen, der am weitesten vom Zentrum entfernt ist.
Dort ist die Rezeption offen (!) und wir kaufen eine kleine Gaskartusche fürs Kochen. Wir dürfen die 3 Stunden (bis der Bus nach Skógar abfährt) kostenlos campen. Erst haben wir überlegt, am Busbahnhof zu warten, aber dort sieht man das nicht gern (die Sitzbänke sind unterteilt, an den Wänden lauter “freundliche” Schlafen verboten Schilder) und im Zelt kommen wir wenigstens auf ein paar Stunden Schlaf. Das Zelt ist schnell aufgebaut (nix verlernt 😉), von Vorteil ist natürlich auch, dass wir heuer wieder Mitternachtssonne haben.
Um 3:30 schlafen wir ein, um 6 Uhr läutet schon wieder der Wecker, das war eine kurze Nacht.
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