Kebnekaise Sydtoppen (2102m)

Tag 6: Kebnekaise – Gipfeltag

Sveriges högsta berg

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Unser Tag beginnt um 7 Uhr früh. Marc schläft noch, wie wir am Vortag vereinbart haben, starten wir in diesem Fall getrennt. Wir – naja, eigentlich ich – haben ein kleines Problem. 4kg Fotoausrüstung in einer Tasche, die kein Fotorucksack ist. Ich brauche den Trekkingrucksack, um sie vorne einzuhängen und der hat 3,3kg Leergewicht. Mit Tagestouren habe ich nicht gerechnet, das kam in den Planungen nicht vor. Elisabeth kann ohne Rucksack gehen, ihre Goretex Hose/Jacke und ein Midlayer kommen bei mir hinein, dasselbe nochmal für mich, dazu ein paar Riegel und Wasser. In Summe schlanke 13kg – ich weiß schon in der Früh, dass ich das bereuen werde …
Direkt nach unserem Zeltplatz queren wir zwei kleinere Flüsse und einen größeren, durch den wir sogar mit Schuhen durchkommen, indem wir eine tiefere Rinne überspringen und dann in der seichteren Flussmitte flussaufwärts gehen, bis wir eine Möglichkeit finden, über Steine die Rinne auf der anderen Seite zu queren, ohne dass uns Wasser von oben in die Schuhe rinnt.
Gestern sind wir durch das Sinnivággi gegangen, heute gehen wir durch ein namenloses Seitental zwischen Guobirčohkka (1506m) und Sinnibákti (1614m) bis zum Fuß des Vierranvárri, wo wir auf die traditionelle Westroute treffen und dieser bis zum Gipfel folgen werden. In Summe liegen rund 1100 Höhenmeter (reiner Höhenunterschied, ohne Zwischenanstiege) vor uns.

Elisbeth beim Zustieg durch das Tal, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 30mm, 1/320s, Blende 8, ISO 200
Elisbeth beim Aufstieg durch das Seitental des Sinnivággi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 30mm, 1/500s, Blende 8, ISO 200
Aufstieg durch das Seitental des Sinnivággi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 22mm, 1/800s, Blende 8, ISO 200
Aufstieg durch das Seitental des Sinnivággi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/200s, Blende 8, ISO 200

Der Weg ist steinig und es liegt noch recht viel Schnee im Tal. Die Dicke der Schneedecke und ihre Tragfähigkeit ist allerdings fraglich, deshalb umgehen wir die Schneefelder wo immer möglich. Wir haben perfektes Wetter, blauer Himmel, die Sonne scheint und wärmt uns nach der kalten Nacht. Bald gehen wir kurzärmelig und nach den ersten 90 Minuten suchen wir uns einen sonnengewärmten Felsen für unser Frühstück und machen eine halbe Stunde Pause. Das Bild oben rechts in der zweiten Zeile zeigt den Aufstieg, der vor uns liegt. Nach dem Frühstück wird der Weg deutlich anspruchsvoller, wir queren vorsichtig Schneefelder oder umgehen sie mit einigem Aufwand. Der Anstieg wird dann immer steiler und ist von großen Felsblöcken durchsetzt.
Leichte Wanderwege sehen anders ausLeichte Wanderwege sehen anders aus, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 22mm, 1/250s, Blende 13, ISO 200
Um 10.30 Uhr haben wir den Großteil des Anstiegs geschafft und Zeit für einen Blick zurück auf die letzten drei Stunden durch das namenlose Tal. Obwohl, namenlos ist es mittlerweile nicht mehr, wir haben es liebevoll auf den Namen “Bruchtal” getauft 🙂
Blick zurück auf unsere Aufstiegsroute durch das Seitental des SinnivággiBlick zurück auf unsere Aufstiegsroute durch das Seitental des Sinnivággi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/320s, Blende 13, ISO 200
Eine halbe Stunde später (um 11 Uhr) treffen wir im Kaffedalen auf die Westroute (auf rund 1500m Höhe) und damit auch auf die ersten Menschen an diesem Tag. Die sind gleich einmal ganz erstaunt und fragen, wo wir herkommen. Im Gespräch erfahren wir, dass sie heute vor 7 Uhr bei der Kebnekaise Fjällstation aufgebrochen sind und schon recht müde sind. Ich hätte ihnen wohl besser nicht gesagt, dass es eh nur mehr 600 Höhenmeter sind, sie empfinden das gerade nicht als wenig und sind außerdem leicht frustriert wegen der verlorenen 200 Höhenmeter durch den Abstieg vom Vierranvárri – herzlich willkommen im Kaffedalen!
[Anmerkung: manchmal wird auch das namenlose Tal auf der gesamten Länge nach Westen als Kaffedalen bezeichnet und nicht nur der östliche Teil zwischen Vierranvárri und Kebnekaise.]
Kaffedalen (coffee valley, ~1500m), diesen Hang kommt die Westroute vom Vierranvárri herunterKaffedalen (coffee valley, ~1500m), diesen Hang kommt die Westroute vom Vierranvárri herunter, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/320s, Blende 13, ISO 200
Nun beginnt der finale Anstieg auf den Gipfel und er ist ordentlich steil. Der Untergrund ist steinig, besteht teilweise aus recht kleinen Steinen und ist damit ziemlich rutschig. Wir rutschen bei unseren Schritten bergauf immer wieder zurück – das kostet zusätzlich Kraft (und Nerven, Anm. Elisabeth).

Steiler Aufstieg aus dem KaffedalenSteiler Aufstieg aus dem Kaffedalen, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 24mm, 1/500s, Blende 13, ISO 200
Steiler Aufstieg aus dem KaffedalenSteiler Aufstieg aus dem Kaffedalen, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/250s, Blende 13, ISO 200

Der Anstieg auf den Kebnekaise ist psychologisch ein mühsamer Anstieg. Man sieht einen steilen Hang vor sich, über dessen obere Kante man nicht hinweg sieht. Wenn man dann endlich dort ist, erkennt man, dass hier der nächste steile Hang ansetzt. Der Aufstieg über die Südschulter des Kebnekaise erstreckt sich über 400 Höhenmeter. Den Gipfel selbst hat man die ganze Zeit nicht vor Augen, diesen sieht man erst sehr spät. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, meinen Rucksack zu verfluchen – ich hab am Anstieg Mühe, Elisabeths Tempo zu halten. Aber die Momente, wenn man sich umdreht: unbezahlbar. Selten sieht man so direkt den Lohn für all die Mühe!

In der Ferne sieht man schon die hohen Gipfel des SarekIn der Ferne sieht man schon die hohen Gipfel des Sarek, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/250s, Blende 13, ISO 200
Wir gewinnen schnell an Höhe (durch das Tal leicht rechts der Bildmitte sind wir aufgestiegen, die Westroute ist links ausserhalb des Bildrandes)Wir gewinnen schnell an Höhe (durch das Tal leicht rechts der Bildmitte sind wir aufgestiegen, die Westroute ist links ausserhalb des Bildrandes), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/500s, Blende 13, ISO 200

Wir sind jetzt auf der Hauptroute auf Schwedens höchsten Berg – entsprechend viele Bergsteiger sind hier unterwegs. Locker geht hier so gut wie niemand mehr, das Gegenteil ist der Fall, viele schleppen sich nur mehr stückweise hinauf, mit langen Pausen. Das gilt nicht für Elisabeth, sie überholt munter eine Gruppe nach der anderen!
Elisabeth beim Aufstieg durch SchneefelderElisabeth beim Aufstieg durch Schneefelder, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/500s, Blende 13, ISO 200
Nach der Südschulter kommt man zu den beiden kleinen Nothütten, die mit 1880m Höhe die höchst gelegenen Gebäude in Schweden sind, sich aber mittlerweile in keinem guten Zustand mehr befinden. Wir passieren sie um ungefähr 12.30 und wenig später kommt endlich die Gipfelpyramide des Kebnekaise in Sicht. Auf dem Bild sieht man auch ein in Bau befindliches Gebäude – das neue höchste Gebäude Schwedens, die neue Schutzhütte auf 2000m (siehe Beitrag beim Norrmagazin).

Elisabeth beim Aufstieg durch Geröll und SchneefelderElisabeth beim Aufstieg durch Geröll und Schneefelder, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/250s, Blende 13, ISO 200
Kebnekaise Sydtoppen (2102m)Kebnekaise Sydtoppen (2102m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 120mm, 1/1250s, Blende 8, ISO 200
Kebnekaise Sydtoppen (2102m)Kebnekaise Sydtoppen (2102m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/1250s, Blende 5.6, ISO 200

Der Kebnekaise wird auch als die Krone des schwedischen Fjälls bezeichnet. Es ist ein Zweitausender aus schwarzem Fels mit einem gletscherartigen Pyramide aus Schnee und Eis. Die Spitze ist sehr schmal, eine kleine Gruppe hat gerade genug Platz und muss sich vorsichtig bewegen. Der Gipfel ist ein schmaler Rücken und fällt extrem steil ab – nach Westen zum Rabotsgletscher, nach Osten zum Björlingsgletscher. Der Rücken führt weiter zum niedrigeren Nordgipfel, allerdings nur für Gruppen, die mit Steigeisen, Eispickel und Seil ausgerüstet sind.
An dieser Stelle eine Warnung: bei uns waren die Schneefelder ordentlich aufgetaut – wenn das nicht der Fall ist, dann ist der letzte Anstieg und vor allem der Gipfel selbst nicht ungefährlich. Ohne Steigeisen sollte man dann nicht hinaufgehen, ein Sturz wäre fatal.
Wir erreichen den Gipfel um 13.30 Uhr und haben damit in 2 ½ Stunden 600 Höhenmeter zurückgelegt. Gipfelfotos!
Elisabeth am Kebnekaise Sydtoppen (2102m), im Hintergrund der Nordtoppen (2096m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/800s, Blende 8, ISO 200
Markus am Kebnekaise Sydtoppen (2102m), im Hintergrund der Nordtoppen (2096m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/1600s, Blende 5.6, ISO 200
Nur kurz haben wir den Gipfel ganz für uns, danach kommen und gehen laufend kleinere Teams. Wir können uns nicht losreißen und bleiben fast eine halbe Stunde am Gipfel. Natürlich entstehen hier auch noch viele Fotos, vor allem aber ein 360°-Rundumblick – das Panorama findet ihr am Ende des Artikels. Hier der Blick nach Westen, man sieht zu unseren Füßen im Tal den Rabots glaciär, die markanten Gipfel Stuor Ruška und Sälka und im Hintergrund in der rechten Bildhälfte bereits Berge in Norwegen.
Blick nach Westen, Stuor Ruška und Sälka sind gut zu erkennen, im Tal der Rabots Gletscher, rechts im Hintergrund sieht man bereits norwegische GipfelBlick nach Westen, Stuor Ruška und Sälka sind gut zu erkennen, im Tal der Rabots Gletscher, rechts im Hintergrund sieht man bereits norwegische Gipfel, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/1000s, Blende 9, ISO 200
Die folgende kleine Serie zeigt ein paar Blicke vom Gipfel mit Tele.
Der Blick vom Sydtoppen reicht bis Norwegen, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 8, ISO 200
Quer verläuft das Tal Tjäktjavagge, längs nach hinten das Tal Čuhčavággi, am rechten Bildrand Sälka (1865m),man sieht bis zum Sitasjaure, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 95mm, 1/250s, Blende 8, ISO 200
Sälka glaciär vom Gipfel des Kebnekaise aus fotografiert, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 8, ISO 200
So sieht der Rabots glaciär von oben fotografiert aus:
Rabots glaciärRabots glaciär, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/1250s, Blende 8, ISO 200
Der Rückweg ist ident mit dem Aufstieg. Allerdings geht es deutlich schneller, wenn man die Naturrodelbahn nimmt!
Der schnelle Abstieg, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 229mm, 1/5000s, Blende 5.6, ISO 200
Der schnelle Abstieg, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 277mm, 1/4000s, Blende 5.6, ISO 200
Der schnelle Abstieg, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 277mm, 1/4000s, Blende 5.6, ISO 200
Mit Blick auf die Gletscherpyramide machen wir noch eine Snackpause, bevor wir um 14.30 mit dem Abstieg beginnen. Wir treffen Marc, auch nicht mehr ganz frisch, rund 300m unterhalb des Gipfels und plaudern ein bisschen. Im Gegensatz zu uns ist er längere Strecken über Schneefelder gegangen und damit natürlich ein wenig schneller vorangekommen bei erhöhtem Risiko.
Unser Abstieg über den Südrücken ist wie erwartet noch rutschiger als der Aufstieg, aber wir kommen gut und ohne unfreiwilligen Bodenkontakt im Kaffedalen an. Dort verlassen wir wieder die Westroute und ziehen uns in die Einsamkeit zurück. Nach dem steilen ersten Teil des Abstiegs in unserem Seitental sehen wir die ersten Rentiere der heurigen Tour! Diesmal keine Herde, zwei Einzelgänger und offensichtlich gerade nicht gut aufeinander zu sprechen, sie stehen einander gegenüber und stampfen mit dem Huf auf!
KonfrontationKonfrontation, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/800s, Blende 8, ISO 200
Wir beobachten die Rentiere, ich werfe meinen Rucksack ab und arbeite mich langsam näher an die beiden heran, in der Hoffnung auf mehr. Tatsächlich geht dieser Wunsch in Erfüllung, es entsteht eine ganze Bilderserie mit laufenden Rentieren – aber da dieser Artikel schon so viele Fotos hat, folgen diese ausnahmsweise erst im nächsten Artikel.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt, es geht abwärts und das Tal scheint kein Ende zu nehmen. Mittlerweile sind wir beide müde und Pausen helfen auch nicht wirklich weiter. Essen würde helfen, aber wir haben keines mehr mit, Müsliriegel und Snickers sind längst verspeist. Um 20.45 Uhr kommt endlich unser Zelt in Sicht!
Erinnert ihr euch noch an den Fluss, den wir in der Früh mit Schuhen durchquert haben? Jetzt ist es ein reißender Fluss, wir sind 200 m vom Zelt entfernt, aber wir kommen nicht durch. Drei Furtversuche breche ich noch in der ersten Hälfte ab. Zu riskant. Wir könnten uns in den Hintern beißen, das in der Früh nicht bedacht zu haben – ein sonniger heißer Tag und die Gipfel voller schmelzender Schneefelder, das war vorhersehbar. Jetzt dürfen wir ins Delta absteigen, wir haben am Vortag gesehen, wie der Fluss unten auffächert. Dort ist zwar heute auch deutlich mehr Strömung und Wasser, aber kaum Gefälle, wir furten problemlos durch sechs Arme und steigen dann wieder zu unserem Zelt auf, das wir knapp vor 22 Uhr erreichen.
Elisabeth beim Abstieg im Seitental, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/800s, Blende 8, ISO 200
Teilweise schon sehr dünne Schneedecke – darum sind wir nach Möglichkeit über die Felsen geklettert., © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/1250s, Blende 8, ISO 200
Elisabeth beim Abstieg im Seitental, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/640s, Blende 8, ISO 200
Zelt in Sicht, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/250s, Blende 5.6, ISO 200
Unser Zeltplatz liegt im Schatten der Berge, ein eisiger Wind pfeift jetzt am Abend durch das Tal. Unser Plan ist daher, in der Apsis zu kochen und im Zelt zu essen. Waschen wäre nach diesem Tag zwar dringend angebracht, aber es hat nur mehr wenige Plusgrade und durch den Wind fühlt es sich wie Minusgrade an – Waschen entfällt, wir wechseln nur auf trockene Ersatzbaselayer. Auf dem Weg zum Wasserholen kommt mir Marc vom Fluss entgegen – waschelnass. Er hat versucht, die tiefe Rinne mit einem Sprung zu überqueren und ist abgerutscht. Nass bis auf die Haut, Knie angeschlagen, zum Glück ist nicht mehr passiert. Er verschwindet augenblicklich im Schlafsack, nicht lustig, bei den Temperaturen. Wenig später koche ich aus dem Schlafsack heraus in der Apsis, wir essen und schlafen erschöpft und glücklich ein.
Hier am Ende des Artikels noch das versprochene 360°-Panorama. Es beginnt auf der linken Seite SSW mit unserer Aufstiegsroute und im Hintergrund den Gipfeln des Sarek, leicht erkennbar im Westen die markanten Gipfel Stuor Ruška und Sälka, der Rabots glaciär tief unter uns, im Norden natürlich der Nordgipfel des Kebnekaise, östlich unter uns die Gletscher Storglaciären und Björlings glaciär und im Osten der Blick nach Nikkaluokta und zum See Paittasjärvi.

Lustwandler Panorama: Ein Klick öffnet das Bild und man kann sich umsehen!

Panorama Blick vom Südgipfel des Kebnekaise – von Süden über Westen, Norden, Osten wieder nach Süden
Panorama Blick vom Südgipfel des Kebnekaise – von Süden über Westen, Norden, Osten wieder nach Süden, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark II, EF16-35mm f/4L IS USM, 24mm, 1/320s, Blende 11, ISO 200
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