Selfie in Kiruna auf dem Weg zum Airport

Epilog – STF-Hütten, Mücken und Ausrüstung

Informationen für eure Trekkingtour im hohen Norden

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Und damit sind wir endgültig am Ende angelangt! Unsere erste Trekkingtour hat unsere (hohen) Erwartungen noch weit übertroffen und wir haben schon vor unserer Rückkehr in die Zivilisation geplant, was wir denn als nächste Tour machen könnten. Aktueller Planungsstand: Island UND Schweden 2017 – dann natürlich auch hier auf unserem Blog, wir freuen uns, wenn ihr auch dann wieder dabei seid!
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Als Abschluss gibt es nun noch eine Seite mit Informationen für eure eigene Trekkingtour im hohen Norden – wer nicht wie wir direkt mit einer mehrwöchigen Zelttour einsteigen will, dem empfehlen wir eine einwöchige Hüttentour zwischen Abisko und Nikkaluokta, um diese wunderbare Landschaft einmal zu erleben!
Der Kungsleden – überlaufen oder nicht?
In manchen Foren kann man den Eindruck gewinnen, dass der Kungsleden hoffnungslos überlaufen ist und sich dort kein Trekkinggenuss einstellen kann. Unsere Erfahrungen sind definitiv anders. Obwohl wir in der Hauptsaison dort waren, haben wir viel Ruhe und Stille gefunden.
Im Abisko Nationalpark waren wir zu viert am Zeltplatz, auf dem Weg nach Alesjaure haben wir 7 Wanderer gesehen, nach Tjäktja 6, auf dem Weg nach Sälka um die 10 Menschen, im Singivaggi haben wir außer Marc zwei kleine Gruppen getroffen. Auf dem Kebnekaise (Westroute) dafür an die 100 Wanderer. Ein paar Leute dann bei der Singi-Hütte, am nächsten Tag nach Kaitumjaure waren wir ganz allein, auf der Hütte waren am ersten Tag keine 10 Leute, am Regentag dann mehr. Nach Teusejaure und weiter nach Vakkotavare begegneten wir dann wieder weniger als 10 Menschen pro Tag und das wurde für den Rest der Tour auf dem Kungsleden auch nie mehr. Westlich des Skierffe waren wir ganz allein und auf der Boarek-Hochebene auch bis nach Pårek.
Eine Warnung, für alle, die die Ruhe schätzen: im August findet jedes Jahr der Fjällräven Classic statt, 2.000 Teilnehmer, die von Nikkaluokta nach Abisko gehen.
STF-Hütten entlang des Kungsleden (Infos Stand 2016)
Viele stellen sich wohl die Frage, ob sich eine STF-Mitgliedschaft lohnt oder nicht. Aus unserer Sicht ein klares JA, allein schon um den STF zu unterstützen, der uns in der Wildnis ein wenig Infrastruktur zur Verfügung stellt – und sei es nur für Notfälle. Aber auch finanziell kann es durchaus attraktiv sein, wenn man öfter Hütten oder Boote nutzt.
Die STF Mitgliedschaft kostet 225 SEK pro Person. Die Übernachtung in STF Hütten kostet 410 SEK pro Person (510 SEK für Nichtmitglieder), dieser Preis gilt für Abiskojaure, Alesjaure, Tjäktja, Singi, Sälka und 360 SEK pro Person in Kaitumjaure und Aktse. Die Zeltgebühr fürs Zelten direkt bei der Hütte kostet 100 SEK pro Person (200 SEK für Nichtmitglieder). Als STF Mitglied darf man Hütten (Küche, Trockenraum, Aufenthaltsraum oder Sauna) für “wenige Stunden” kostenlos nutzen, für Nichtmitglieder beträgt die Tagesgebühr 50 SEK pro Person. Dort wo die Motorboote vom STF betrieben werden, gibt es 50 SEK Rabatt für Mitglieder (Saltoluokta, Ritsem, Teusajaure). Das Boot in Sitojaure und Aktse kostet 200 SEK pP (keine Rabatte).
Wichtig: die STF Hütten haben Öffnungszeiten, die Sommersaison geht von Juni bis September, die genauen Tage ändern sich von Jahr zu Jahr und – aufpassen – sind nicht für alle Hütten gleich. Wenn die Hütten geschlossen sind, dann werden auch die Ruderboote entfernt und auch manche Brücken. Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr hier: https://www.svenskaturistforeningen.se/hitta/?boende
Einige der Hütten verfügen über einen Shop, das Angebot ist unterschiedlich groß:
Large: Abiskojaure, Alesjaure, Aktse, Gåsen, Kaitumjaure, Lunndörren Stensdalen, Sälka.
Medium: Rogen, Serve, Syter, Såmmarlappa, Tärnasjö, Unna Allakas, Vakkotavare, Vistas, Viterskalet, Vålåstugan
Small: Aigert, Anaris, Arådalen, Fältjägaren, Pieskehaure, Skedbro, Storrödtjärn, Tarrekaise.
Strom gibt es nur in den Fjällstationen, also Abisko, Saltoluokta und Kvikkjokk.
Die Nahrungsmittel sind nicht gerade günstig, verständlich, wenn man bedenkt, dass der Großteil der Hütten im Sommer nur per Hubschrauber erreichbar ist und die Sachen im Winter mit Raupenfahrzeugen angeliefert werden. Ein paar Preisbeispiele: gefriergetrocknete Mahlzeit 90 SEK, Nudeln 40 SEK, Tomatensauce 30 SEK, luftgetrockneter Schinken 45 SEK, Olivenöl 25 SEK, Knäckebrot 25 SEK, Cabanossi 25 SEK, Cola 25-40 SEK, KEX und Snickers 15 SEK. Und immer dran denken: ein paar schwedische Kronen mehr ersparen euch ein paar Kilo Gewicht im Rucksack!
Neben den Einkaufsmöglichkeiten ist natürlich das Vorhandensein einer Sauna ein gewichtiger Grund, ab und zu eine Hütte anzusteuern. Eine Sauna gibt es in Abiskojaure, Alesjaure, Sälka, Kaitumjaure (sehr gemütlich!), Teusejaure, natürlich in Saltoluokta (mit Panoramafenster und Ausblick auf den See) und Kvikkjokk (dort rät selbst das Hüttenpersonal von der Sauna ab, wir waren daraufhin auch nicht drin). In Aktse gibt es nur eine kalte Outdoor-Dusche [Update 2017: es gibt jetzt neu eine Sauna], in Kvikkjokk eine warme Dusche, die man gegen eine geringe Gebühr auch nutzen darf, wenn man in der Nähe der Hütte auf dem Zeltplatz ist (dieser ist übrigens kostenlos). Wir benutzten unterwegs nur die Sauna in Kaitumjaure, dort war die Sauna getrennt in zuerst eine Stunde Damen, dann eine Stunde Herren und dann eine Stunde gemischt, mit für uns normalen Saunaregeln, also nackt und Handtuch als Unterlage. In Alesjaure war die Sauna leider gerade an diesem Tag außer Betrieb und in Saltoluokta gibt es getrennte Saunen.
In Saltoluokta und Kvikkjokk kann man sich ein wenig Luxus gönnen, beide bieten ein hervorragendes 3-gängiges Abendessen an. In Saltoluokta Frühstück/Lunch für 95 SEK pP, 345 SEK pP (Starköl 65 SEK, Weinbegleitung 199 SEK). In Saltoluokta kann man neben seinem Zelt und normalen Mehrbettzimmern auch Doppelzimmer mit WC/Dusche am Gang buchen, für kostengünstige 700 SEK pP (Nichtmitglieder 800 SEK).
Gelsen (Mücken)
Ein Thema über das man wahre Schauergeschichten hört und über das wir uns im Vorfeld auch so einige Gedanken gemacht haben.
Alles in allem sind wir gut zurechtgekommen. Die wichtigste Empfehlung ist, schon einmal eine gute Ausgangsbasis an relativ stichsicherem Gewand zu haben: Wanderschuhe, Goretex Hosen/Jacken und unsere Haglöfs Daunenjacken mit “Pertex Quantum” sind 100% stichdicht.
Meine bewährte Lundhags Traverse hat sich ebenfalls als geeignet herausgestellt und ich habe mir kaum Stiche durch den Stretch eingefangen. Beim Gehen/Stehen absolut problemlos, beim Sitzen in sehr mückenreichen Gegenden (Aktse, Boarek) den einen oder anderen Stich am Knie und noch weniger an den beim Sitzen mit angezogenen Füßen gestreckten Beininnenseiten/Gesäß. Also nicht perfekt, aber auch nicht wirklich problematisch. Bei Elisabeth mit der Fjällräven Keb war es ähnlich.
Unsere große Empfehlung ist Polartec Powerstretch, wir hatten beide Haglöfs Fleeces (Bungy III Hood), das hat sich inklusiv der Kapuze als stichdicht erwiesen. So geschützt, braucht man nur mehr Mygga Roll-on für Gesicht und Hände.
Auf der Tour war es sehr unterschiedlich – viele Mücken hatten wir im Abisko Nationalpark, kaum welche beim zweiten Medidationsplatz, wo wir unser Zelt hatten, Alesjaure viele beim Waschen am Fluß, im Singivaggij absolute Ruhe, ebenso am Kebnekaise, moderat in Kaitumjaure. Unser Zeltplatz beim Skierffe war nicht mückenfrei aber es waren sehr wenige und wir sind den ganzen Tag im Freien gesessen. Auf der Boarek-Hochebene war es ganz okay, solange wir etwas höher waren, aber nach der Samensiedlung und der Seenquerung waren es viele und dann im Wald hinunter nach Kvikkjokk waren sie richtig nervig.
Zusammenfassend kann man sagen: meidet den Wald, meidet die Sümpfe, je höher und windiger, desto besser ist es meist. Keine bahnbrechenden Neuigkeiten – aber keine Angst vor den Biestern, man kommt ganz gut durch, auch ohne Vollverschleierung. Kauft Mygga Roll-on, das können sie überhaupt nicht ausstehen. Kein einziger Stich dort, wo es aufgetragen war – sie fliegen zwar nahe hin, landen manchmal sogar, aber sie stechen nicht. Und noch zwei interessante Erfahrung: im Gegensatz zu unserem heimischen Gelsen entzünden sich die Stiche nicht oder kaum und jucken recht wenig. Außerdem kann man die Gelsen leicht erschlagen, sie sind zutraulich und viel zu langsam – bringt aber überhaupt nichts, es sind zu viele, man kann nicht gewinnen 🙂
Ausrüstung
Zelt – Hilleberg Allak
Unser erstes Zelt! Wir haben lange überlegt, unzählige Berichte in den Foren gelesen, uns mit den Vor- und Nachteilen von Tunnelzelten und Kuppelzelten beschäftigt und mit Fragen des richtigen Verhältnisses von Gewicht zu Robustheit. Wir haben uns erst für ein Kuppelzelt entschieden und dann für ein Hilleberg – das hat zwar einmalig stattliche Anschaffungskosten, aber wenn man 10 Jahre Nutzung rechnet, relativiert sich das doch.
Nach unserer ersten Tour sind wir mit der Entscheidung sehr glücklich. Der Aufbau funktioniert auch bei Wind und Regen einfach und schnell. Im wesentlichen legt man das Zelt auf, fixiert den Boden mit 6 Heringen, schiebt die 3 Zeltstangen ein (diagonal, die Schlaufen sind farblich gut sichtbar markiert und die Stangen alle gleich, d. h. vertauschungssicher). Dann muss man nur noch das Zelt in die Stangen einklipsen und schon kann einer mit dem Innenausbau beginnen und der andere spannt in Ruhe die Zeltleinen ab.
Jeder hat eine kleine Apside mit ausreichend Platz für Rucksack und Schuhe und man kann – vorsichtig! – darin kochen. Gute Dachlüftung, bei schönem Wetter kann man beide Apsiden offen lassen und hat auf beiden Seiten große Mückennetze. Innen reicht der Platz gut für unsere Exped Matten und selbst mit meinen 1,86m ist es in der Länge ausreichend, um noch Fototasche und ein wenig Bekleidung beim Kopf oder bei den Füßen liegen zu haben.
Rucksäcke – Fjällräven
Unser Tipp: lasst euch Zeit, probiert viel aus. Ich habe insgesamt 7 Rucksäcke getestet, 3 in Geschäften in Wien und 4 dann in Ruhe daheim. Immer wieder voll beladen und damit wirklich stundenlang im Garten herumspaziert. Dabei waren Gregory Baltoro und Denali, Lowe Alpine, Deuter AirContact, Osprey Xenith und Fjällräven Absiko und Kajka. Kurz und bündig, ich hatte mit fast allen Probleme, einzig der Abisko war recht ok und der Kajka saß von Anfang an wie angegossen. Egal wie stark ich ihn beladen habe. Dabei hatte ich ihn wegen des höheren Eigengewichts eigentlich ausgeschlossen. Elisabeth war mit meinem Test-Abisko sehr zufrieden und hat sich dann direkt den kleineren Abisko in der Damenversion (65W) gekauft.
On Tour haben sich beide Rucksäcke bewährt. Der Kajka (75l) ist ein Arbeitstier und lässt sich bereits leicht gefüllt gut tragen, bietet aber viel Platz wenn man ihn braucht. Hervorragend gelöst finde ich die beiden Seitentaschen, die von der dem Rücken zugewandten Seite zu öffnen sind. Der Rucksack schaut zwar aus wie ein Hamster mit gefüllten Backen, wenn man die vollstopft, aber es passt wirklich viel hinein. Im Hauptfach habe ich unten quer den Daunenschlafsack (in einem Drysack), das Hilleberg Zelt darauf, daneben die Exped-Matte und die Daunenjacke, das Zeltgestänge und die Heringe im Trinkblasenfach direkt mittig am Rücken und oben dann noch ein wenig Ersatzgewand und die Goretex Sachen, in den Hamsterbacken passend die Essensvorräte – so sieht man meinen Rucksack auch direkt an, wann wir wieder dringend nachkaufen müssen. Im getrennten Bodenfach sind Furtschuhe, Rucksackcover, Handtuch und ggf. nasses Zeug.
Fototasche Front – modifizierte Kalahari Okavango W-11 Fototasche (Ortlieb)
Große Empfehlung! Die Tasche ist wasserdicht (hinter Kalahari steckt Ortlieb) und hat einen riesigen Zippverschluss an der Oberseite. Die Tasche ist von der Bauform her schmal, recht leicht, hat aber trotzdem eine dünne Schaumstoffeinteilung drinnen (herausnehmbar). Von der Größe geht sich eine EOS 5d mit angesetztem Objektiv gut darin aus und daneben noch ein zweites Objektiv. Mit meinem 70-300/4-5,6L IS daneben und dem 16-35/4L IS aufgesetzt geht die Tasche gut zu, mit angesetztem Tele eher schwer bzw. nicht ganz – aber doch weit genug, um damit sicher zu gehen (wenn es nicht regnet).
Der Fjällräven Kajka hat auf den Schultergurten zwei Schnallen, um das Deckelfach auch vorne tragen zu können. Fjällräven war so nett, mir die Gegenstücke als Ersatzteile zu geben, diese haben wir dann fix an der Fototasche angebracht und damit kann man sie nun vorne am Rucksack einhängen. Zusätzlich – sowohl als Sicherung als auch gegen das Wackeln beim Gehen laufen unten von der Tasche zwei Riemen zum Rucksack nach hinten, ebenfalls mit Schnallen. Sehr praktisch beim Absetzen, da kann ich eine Seite – also zwei Schnallen – ausklinken und den Rucksack samt Fototasche in einem absetzen (und gleichzeitig hängt die Fototasche immer noch sicher an zwei Schnallen, man weiß ja nie …). Zusätzlich gibt es noch einen selbstgebauten Trageriemen mit vier Schnallen, der ist für den Transport der Tasche ohne Rucksack, z. B. beim Flug.
Zum Fotografieren war die Lösung einfach perfekt, kein großer Aufwand, kein Absetzen des Rucksacks, ich habe oft nicht einmal die Stöcke weggelegt, sondern einfach an den Schlaufen baumeln lassen. Zip auf, Kamera heraus und Foto. Außerdem kann man sicher halb in/über der Tasche das Objektiv wechseln ohne Fallgefahr. Bei Fotos in Bodennähe sollte man aber vorher darüber nachdenken, wie man mit 20+kg Zusatzgewicht wieder aufkommt 😉
Stöcke
Wir sind beide mit Leki Sherpa XL gegangen, das war für mich – der bisher immer nur mit Barfußschuhen oder Trailrunnern und ohne Stecken unterwegs war – eine sehr interessante Erfahrung. Mit dem Gewicht am Rücken und den schweren Lowa Tibet hab ich es aber sehr geschätzt, man gewinnt doch an Power bergauf und spart einiges an Kraft in den Beinen, die man sonst zum “Ausbalancieren” bräuchte. Wir haben uns bewusst gegen leichtere Carbon-Stöcke entschieden. Unsere Sherpa haben wir im Blockfeld manchmal ziemlich strapaziert und verbogen, sie haben alles mitgemacht und sind noch immer ein einwandfreiem Zustand – ich bin nicht sicher, ob Carbon-Stöcke noch ganz wären.
Schlafsack
Unsere Wahl ist auf Daunenschlafsäcke gefallen, Western Mountaineering Badger MF (einmal large, einmal regular). Gewicht rund 1,1 kg, Komforttemperatur Frauen -5°, Männer -10°. An sich sind wir zufrieden, ich frage mich manchmal, ob die Normalversion wirklich so eng ist, wie man oft liest, denn deswegen haben wir die Badger genommen (leider ohne Möglichkeit, sie vorher anzusehen/auszuprobieren). In kalten Nächten wäre mir ein wenig enger lieber gewesen, allerdings war ich da auch recht ausgehungert und hatte deutlich zu wenig gegessen, vielleicht lag es auch daran. Unsere Kopfpölster sind Exped AirPillow.
Matten
Jetzt werdet ihr lachen: Nur Schaumstoff war uns auf unsere alten Tage zu wenig Komfort und dem luftgefüllten Zeug trauen wir auch nicht wirklich über den Weg. Schlußendlich haben wir auf eine Kombination gesetzt: jeder eine Therm-a-Rest Z-Lite SOL (410g) außen am Rucksack und eine Exped SIM LITE UL 3.8 (M: 580g; LW 790g) im Rucksack. Im Freien die Z-Lites, im Zelt die Z-Lites als Zeltboden und die Expeds drauf. Komfortabel? Ja! Leicht? Eher nicht :/
Bekleidung
Den Punkt werden wir kurz halten, da hat sicher jeder seine Präferenzen. Für uns bewährt hat sich komplettes Base-Layer in 100% Merino, d.h. 2x Socken, 1x Socken dick für die Nacht, 3 Unterhosen, 1 lange Unterhose, 2 Shirts Kurzarm, 2 Shirts Langarm (200 und 260er Stärke), Buff und Haube, bei uns war das alles von Icebreaker. Meine Trekkinghose ist eine Lundhags Traverse, Elisabeth hat eine Fjällräven Keb. Für Hütten und Nacht hatte ich noch eine sehr leichte lange Wolfskin Mosquito mit.
Unser meistgeliebtes Bekleidungsstück waren unsere Haglöfs Bungy Fleeces (siehe oben, stichdicht!), die Daunenjacken waren gut, aber selten in Verwendung, meist hat das Fleece gereicht und wenn nicht, waren wir dann eigentlich direkt im Zelt/Schlafsack. Die Daunenjacke fällt also mehr unter Sicherheitsausrüstung für Notfälle und wird aus genau diesem Grund auch bei der nächsten Tour wieder mit dabei sein. Als third layer haben wir Goretex Jacken (Haglöfs Goretex ProShell bei mir, ich ziehe sie meiner leichteren Haglöfs Paclite wegen der Unterarmreißverschlüsse vor, ein Berghaus Paclite bei Elisabeth) und als Hose hatten wir beide Haglöfs L.I.M. III Pants (Goretex Paclite), die mit ihren beidseitigen Reißverschlüssen sehr praktisch sind.
Wirklich vermisst habe ich nur ein stichsicheres T-Shirt. Sobald es für das Fleece zu warm war, haben mich die Biester am unbewachten Rücken oder an der Seite durch die Merino-Shirts gestochen.
Kocher und Küche
Primus Power Stove (Brenner, Windschutz, 1,8l Topf und Deckel = 780g). Einfache Bedienung, sehr geringer Gasverbrauch und überaus stabiler Stand. Alles gut ineinander verpackbar (außer dass die 230g Kartusche nicht dazu hineinpasst) und gut transportierbar, dafür aber relativ schwer. Zwei Leichtgewichte sind dafür unsere Messer von Deejo: lange Klinge, die einrastet und dabei nur 37g pro Stück. Fürs Müsli haben wir Tatonka Mugs (150g pro Stück), in die wiederum die Nalgene Flaschen hineinpassen. Sehr praktisch.

THE END
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