The Laundromat Cafe
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Epilog: Reykjavík

Kultur, Souvenirläden und Essen

von

Nachdem wir aufgrund des drohenden Schlechtwetters so gerannt sind, haben wir am Ende noch drei volle Tage und einen halben Tag in Reykjavík. Das Wetter zeigt sich leider nicht von seiner besten Seite, sodass es nichts wird mit “In der Sonne sitzen und das Leben genießen”.
Nach dem Frühstück im Zelt lesen wir noch ein bisschen und trödeln herum, dann kaufen wir im Hostel beim Campingplatz am frühen Nachmittag ein 72-Stunden-Ticket für den Bus – und verwirren dabei den Rezeptionsmitarbeiter total. Anscheinend bestehen nicht viele Kunden darauf, dass Enddatum und Uhrzeit tatsächlich 72 Stunden in der Zukunft liegen …
Im Zentrum angekommen, spazieren wir erst mal herum, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Hier im Park Hljómskálagarður, wo es angeblich unzählige unterschiedliche Vogelarten gibt. Bei dem Wetter haben sich aber alle versteckt 🙁
Reykjavik HljómskálagarðurReykjavik Hljómskálagarður, © Elisabeth Zenz — mm,
Das Zentrum von Reykjavík ist angenehm klein. Insgesamt wohnen ca. 120.000 Menschen in der Hauptstadt – rund 37 % der Gesamtbevölkerung Islands.
Es ist recht kühl und es nieselt, also besorgen uns mal was zu essen! Wir finden im The Laundromat Cafe ein gutes und gemütliches Lokal. Bei Burger, Avocado-Sandwich und hausgemachter Limonade um läppische € 60,- beobachten wir die Leute hier, genießen das Flair – und das Essen (siehe Titelbild)
Gestärkt schlendern wir zum Art-Museum Hafnarhús, um eine Ausstellung des derzeit sehr angesagten Performancekünstlers Ragnar Kjartansson zu besuchen. Die Ausstellung God, I Feel So Bad ist interessant – eine Mischung aus Bildern, Installationen, Video-Installationen … aber der Funke springt nicht über. Viele Informationen gibt es nur auf Isländisch, vielleicht lag es auch daran.
Weiter geht es zum Photographie-Museum, wo derzeit Sigurgeir Sigurjónsson Metamorphosis gezeigt wird. Diese Ausstellung gefällt uns beiden besser. Phantastische Bilder, die Stadt/urbane Gegend mit Natur/isländischer Wildnis kontrastieren oder vereinen. Beeindruckende Perspektiven und Farben! Die folgenden Bilder stammen von dieser Ausstellung.

Sigurgeir SigurjónssonSigurgeir Sigurjónsson, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/60s, Blende 4, ISO 1600
Sigurgeir SigurjónssonSigurgeir Sigurjónsson, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/200s, Blende 4, ISO 1600
Sigurgeir SigurjónssonSigurgeir Sigurjónsson, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/80s, Blende 4, ISO 1600

Das wars dann auch schon wieder mit Tag 1 in Reykjavík. Wir sind noch voll vom späten Mittagessen, verkrümeln uns ins Zelt und lesen noch eine Weile.
Am nächsten Tag zieht es uns als erstes ins Nationalmuseum, wo in “Making of a Nation” die Geschichte Islands vom Jahr 1000 n. Chr. bis heute gezeigt wird. Mit Audio-Guide erfahren wir viel über die Sozial/Geschichte des Landes, von Religion und Musik über Literatur, Tradition, Mode, Haushalt, Landwirtschaft bis zu Kriegen und Politik.
Danach spazieren wir zur Hallgrímskirkja (lutheranisch), die von 1945 bis 1980 erbaut wurde. Die Kirche ist außen und innen karg gestaltet. Mit dem Lift gelangen wir auf den 74,5 Meter Turm, wo wir eine phantastische Aussicht genießen. Leider ist es diesig und der Himmel ist trüb, der Blick ist aber trotzdem toll.

HallgrímskirkjaHallgrímskirkja, © Elisabeth Zenz — mm,
Ausblick von der HallgrímskirkjaAusblick von der Hallgrímskirkja, © Elisabeth Zenz — mm,
Ausblick von der HallgrímskirkjaAusblick von der Hallgrímskirkja, © Elisabeth Zenz — mm,
ReykjavíkReykjavík, © Elisabeth Zenz — Panasonic DMC-LX100, 24mm, 1/250s, Blende 8, ISO 200

Nun haben wir schon großen Hunger und wir wählen ein kleines Kaffeehaus namens Kaffi Brennslan, das sehr gemütlich aussieht und auch kleine Speisen anbietet. Wir genießen Sandwiches und abschließend noch Cappuccino und Schokotorte 🙂
Dann steht Shopping auf dem Programm! Wir schlendern die Einkaufsstraße Laugavegur rauf und runter, genießen das Flair der Stadt und machen die Woll- und Souvenirshops unsicher. Wir schauen in viele Schaufenster und Galerien, fotografieren und lassen es uns gut gehen. Ja, und tolle Graffiti gibt es hier auch!

Collage_ShoppingCollage_Shopping, © Elisabeth Zenz — mm,
Collage_Rey_GraffittiCollage_Rey_Graffitti, © Elisabeth Zenz — mm,
Collage_Eindruecke2Collage_Eindruecke2, © Elisabeth Zenz — mm,
Collage_StreetCollage_Street, © Elisabeth Zenz — mm,
Collage_StreetArtCollage_StreetArt, © Elisabeth Zenz — mm,

Fürs Abendessen schauen wir nochmals beim Laundromat Cafe vorbei.

Am folgenden Tag stehen wieder Museen am Programm. Das erste Museum, das Art Museum Ásmundarsafn erreichen wir vom Campingplatz gemütlich zu Fuß. Die Ausstellung von Ásmundur Sveinsson (1893–1982) Art People ist super, die Skulpturen sind beeindruckend!

Reykjavik Art Museum AsmundarsafnReykjavik Art Museum Asmundarsafn, © Elisabeth Zenz — mm,
Reykjavik Art Museum AsmundarsafnReykjavik Art Museum Asmundarsafn, © Elisabeth Zenz — mm,

Das nächste Museum ist das dritte im Bunde des Art Museum Reykjavík, Kjarvalsstaðir. Die Ausstellung der Bilder von Louisa Matthíasdóttir (1917-2000) heißt Calm. Farben und Licht sind toll! Uns gefallen besonders die Tierbilder und die “Herumlümmel”- Bilder 🙂

Louisa Matthíasdóttir: CalmLouisa Matthíasdóttir: Calm, © Elisabeth Zenz — mm,
Louisa Matthíasdóttir: CalmLouisa Matthíasdóttir: Calm, © Elisabeth Zenz — mm,

Die zweite Ausstellung in diesem Haus ist die Key Work Collection von Jóhannes Sveinsson Kjarval.
Vor allem die großen Bilder wirken hier!
Kjarval – key works from the collectionKjarval – key works from the collection, © Elisabeth Zenz — mm,

Mit dem Bus fahren wir dann wieder ins Zentrum und spazieren hier wieder herum. Die Häuser sind toll – und natürlich die Namen der Straßen 🙂

Collage_HaeuserCollage_Haeuser, © Elisabeth Zenz — mm,
Collage_EindrueckeCollage_Eindruecke, © Elisabeth Zenz — mm,

Das letzte Museum das wir besuchen ist die The Settlement Exhibition wo wir alles darüber erfahren, wie die Wikinger das Land zu ihrem gemacht haben. Auch dieses Museum ist toll aufbereitet und auch für Kinder eine Empfehlung!
Zum Abendessen gehen wir in eine Pizzeria mit Holzofen – auch die Isländer können gute Pizza backen 🙂
Am letzten Tag fahren wir auch nochmal am Vormittag in die Stadt und gehen im Hafenviertel spazieren. Es nieselt wieder und ist kalt … und zu Mittag müssen wir dann auch schon Richtung Flughafen aufbrechen.
Die Tage in Reykjavík waren ein schöner Abschluss der Tour!
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