Fjällbjörken (Gámavuopmi)

Tag 11: Unna Allakas – Abiskojaure

Durch das herbstlich leuchtende Gámavuopmi

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Heute gehen wir durch das Gámavuopmi von Unna Allakas nach Abiskojaure. Es ist die mit Abstand farbenprächtigste Etappe auf unserer Tour. Die Herbstfärbung ist auf dem absoluten Höhepunkt, die Fjällbirken leuchten in allen Farbtönen von gelb bis rot, das Fjäll ist ebenfalls herbstlich bunt. Einmal mehr haben wir irrsinniges Glück mit dem Wetter, Sonne und leichte Bewölkung sorgen für eine großartige Lichtstimmung.
Unser Wecker geht knapp vor 7 Uhr, doch seit 3:30 Uhr rumort es bereits in der Hütte. Als wir dann aufstehen, ist Hannah schon weg, sie will heute noch unbedingt bis Abisko, da ihr die STF-Hütten zu teuer sind – das ist allerdings mit ungefähr 38 km eine ganz schön lange Etappe. Wir frühstücken in Ruhe – naja fast – immerhin bekommen wir nebenbei viel Information über Schweizer Skigebiete und die VIP-Skikarte des Erzählers. Im Anschluss das übliche Hüttenritual, Zimmer und Hütte putzen, Wasser und Holz auffüllen und um 9 Uhr gehen wir los.
Wegweiser in Unna AllakasWegweiser in Unna Allakas, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 229mm, 1/160s, Blende 8, ISO 200
Noch ist es recht kühl, Wolken und Nebel hängen tief, doch die Sonne blitzt bereits durch. Vielversprechend! Unsere heutige Etappe ist je nach Wegweiser und Wegbeschreibung unterschiedlich lang. Die alten Wegweiser (Bild oben) sagen 24 km, die neuen nur 21 km. Unser GPS-Track am Ende des Tages weist 24,5 km aus.
Der Weg ist einfach und wir kommen sehr gut voran. Das Gelände ist offen und führt an kleinen Seen und Flüssen vorbei. Wohin man auch blickt, die Landschaft ist unglaublich. Die leuchtenden Herbstfarben, einzelne knorrige Birken, ausgedehnte Birkenwälder, Sumpfflächen und Berge noch halb in den Wolken. Aber seht selbst!

Herbstfärbung im GámavuopmiHerbstfärbung im Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 146mm, 1/250s, Blende 11, ISO 400
Gámavuopmi (Blick Richtung Norden)Gámavuopmi (Blick Richtung Norden), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/125s, Blende 11, ISO 400
Blick zurück in Richtung Unna AllakasBlick zurück in Richtung Unna Allakas, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 47mm, 1/250s, Blende 5.6, ISO 200
Elisabeth im Gámavuopmi(in Richtung Norden)Elisabeth im Gámavuopmi(in Richtung Norden), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/640s, Blende 8, ISO 400
Einer der vielen Bohlenwege im GámavuopmiEiner der vielen Bohlenwege im Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 146mm, 1/500s, Blende 8, ISO 400
Gámavuopmi (im Hintergrund der Tjålmeåive)Gámavuopmi (im Hintergrund der Tjålmeåive), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 160mm, 1/500s, Blende 5.6, ISO 400
Gámavuopmi (im Hintergrund der Tjålmeåive)Gámavuopmi (im Hintergrund der Tjålmeåive), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 104mm, 1/125s, Blende 11, ISO 400
Fjällbjörken (Gámavuopmi)Fjällbjörken (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 214mm, 1/500s, Blende 5, ISO 400
Fjällbjörkarna (Gámavuopmi)Fjällbjörkarna (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/400s, Blende 8, ISO 400
Bohlenweg im GámavuopmiBohlenweg im Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/400s, Blende 8, ISO 400
Unser Weg durch das GámavuopmiUnser Weg durch das Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/100s, Blende 11, ISO 400
Fjällbjörken (Gámavuopmi)Fjällbjörken (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 200mm, 1/250s, Blende 6.3, ISO 400
Fjällbjörken (Gámavuopmi)Fjällbjörken (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/250s, Blende 6.3, ISO 400
Bohlenweg im GámavuopmiBohlenweg im Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 160mm, 1/200s, Blende 6.3, ISO 400
MarkusMarkus, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 22.7mm, 1/125s, Blende 5.6, ISO 200
Fjällbjörkarna (Gámavuopmi)Fjällbjörkarna (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/250s, Blende 6.3, ISO 400
Fjällbjörkar (Gámavuopmi)Fjällbjörkar (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 95mm, 1/200s, Blende 11, ISO 400
Fjällbjörkarna (Gámavuopmi)Fjällbjörkarna (Gámavuopmi), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/400s, Blende 5.6, ISO 400

Wir gehen ca. 3 Stunden bis zur ersten Brücke, der Brücke über den Válffojohka und machen dort eine längere Pause mit getrocknetem Beef und Twix.

Brücke über den VálffojohkaBrücke über den Válffojohka, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/250s, Blende 8, ISO 400
Wir zwei (Gámavuopmi), © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 40mm, 1/640s, Blende 3.5, ISO 200
Mittagspause, © Markus Proske — Panasonic DMC-LX100, 34mm, 1/400s, Blende 5.6, ISO 200

Das ist nur die erste von insgesamt vier Brücken. Die zweite Brücke (über den Čorvvošjohka) erreichen wir ungefähr zwei Stunden später, die dritte Brücke (über den Hoiganjohka) weitere 1 3/4 Stunden später. Der Weg führt nun schon deutlich öfter durch Birkenwald, immer wieder gibt es sumpfige Stellen, meistens jedoch mit Bohlenweg. Zwischen den beiden Brücken liegt die Sami-Siedlung Rovvidievvá – zu dieser Jahreszeit ebenfalls verlassen – und von dort sehen wir bereits den Ábeskojávri, an dessen südlichem Ende die Hütten von Abiskojaure liegen, unser heutiges Tagesziel. Das ist noch ein schönes Stück bis dahin!

Eisabeth im GámavuopmiEisabeth im Gámavuopmi, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/500s, Blende 8, ISO 400
Brücke über den ČorvvošjohkaBrücke über den Čorvvošjohka, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/200s, Blende 8, ISO 400
Gamajåkka mit Gárddenvárri (1154m) und Ribakákti (946m), im Hintergrund Šiellanjunni (1461m)Gamajåkka mit Gárddenvárri (1154m) und Ribakákti (946m), im Hintergrund Šiellanjunni (1461m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/125s, Blende 11, ISO 200
Giron (1551m, in den Wolken) und Gárddenvárri (1154m)Giron (1551m, in den Wolken) und Gárddenvárri (1154m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/320s, Blende 8, ISO 200
Gárddenvárri (1154m), fotografiert von der Sami-Siedlung RovvidievváGárddenvárri (1154m), fotografiert von der Sami-Siedlung Rovvidievvá, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/160s, Blende 11, ISO 200
Ábeskojávri (Abiskojaure), fotografiert von der Sami-Siedlung RovvidievváÁbeskojávri (Abiskojaure), fotografiert von der Sami-Siedlung Rovvidievvá, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 155mm, 1/400s, Blende 8, ISO 200
Brücke über den HoiganjohkaBrücke über den Hoiganjohka, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/80s, Blende 8, ISO 200
Brücke über den HoiganjohkaBrücke über den Hoiganjohka, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/80s, Blende 8, ISO 200

Gegen Ende der Etappe gehen wir immer mehr im dichten Birkenwald, dieser ist sehr feucht und teilweise ist der Weg überhaupt unter Wasser. Allerdings sind wir nicht die einzigen, die hier unterwegs sind, einen kleinen Wanderer treffen wir 😉

Blick in Richtung Kungsleden, im Hintergrund der Tjåmuhas (1743m)Blick in Richtung Kungsleden, im Hintergrund der Tjåmuhas (1743m), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 176mm, 1/160s, Blende 8, ISO 200
Weg durch den BirkenwaldWeg durch den Birkenwald, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 70mm, 1/60s, Blende 8, ISO 200
Wir sind nicht die einzigen Wanderer auf den feuchten Wegen…Wir sind nicht die einzigen Wanderer auf den feuchten Wegen…, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/125s, Blende 5.6, ISO 200

Am Ende des Tages geht es dann blitzschnell. Eben geht man noch im dichten Birkenwald und hat entsprechend wenig Orientierungsmöglichkeiten, schon steht man auf einer Lichtung: Abiskojaure! Ankunftszeit 17:30 Uhr.
Letztes Jahr haben wir Abiskojaure ausgelassen und haben oben am zweiten Meditationsplatz gezeltet und heuer zeigt sich, das war eine weise Entscheidung. Wir landen in einem 16er Zimmer, die Stockbetten sind dicht an dicht gestellt, man hat kaum Platz für seine Sachen, Privatsphäre sowieso Fehlanzeige. Immerhin gibt es eine schöne Sauna – wir gehen wieder getrennt, erstens ist die Mixed-Sauna spät und zweitens möchten wir das Fotozeug hier nicht unbeaufsichtigt lassen – und danach (nur für mich) eine eiskalte Abkühlung im See.
Der große Gemeinschaftsraum in der Hütte ist recht voll, eher kühl trotz Feuer im Ofen und vor allem recht unpersönlich. Wenn man davor in so zauberhaften Hütten wie Unna Allakas, Vistas oder Nallo war, dann ist das ein echter Kulturschock. Unser Abendessen besteht aus Chili con Carne mit viel Knäckebrot und Salami, alles aus dem lokalen Shop. Unsere Tischnachbarin ist Angie, eine Niederländerin mit ägyptischen Wurzeln die von Vakkotavare nach Abisko geht, mit ihr plaudern wir längere Zeit. Später am Abend gibt es noch schwache Nordlichter, allerdings ist der Himmel ziemlich bewölkt und man sieht nicht viel. Wir gehen früh schlafen, die heutige Etappe war doch anstrengend und entgegen unseren Befürchtungen schlafen wir gut, keiner schnarcht.
AbiskojaurestugornaAbiskojaurestugorna, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/125s, Blende 8, ISO 200
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