Baugevatnet und Paurofjellet (von der anderen Seite)

Tag 8: Baugevatnet – Sitas

Zu wenige Rentiere, zu viele Strommasten und ein gemütlicher Nachmittag am See

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Wer sich am Vortag den Aufstieg ersparen will und am wunderschönen See mit Sternenmeer zeltet, der muss gleich in der Früh einige Höhenmeter bewältigen. Also starten wir kurz vor 9 mit dem Aufstieg, ohne Frühstück. Davor genießen wir aber noch den Blick zurück.

Blick zurück vor dem AufbruchBlick zurück vor dem Aufbruch, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/160s, Blende 11, ISO 100
Blick voraus,wir gehen rechts im Einschnitt hochBlick voraus,wir gehen rechts im Einschnitt hoch, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/100s, Blende 11, ISO 100

Die ersten Meter verlaufen noch am See Baugevatnet und als Morgenüberraschung sehen wir gleich die ersten Rentiere, diesmal sind es ältere Tiere. Ein Rentier am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Okay okay, wir sind echte Freaks was Rentiere betrifft. 🙂

Elisabeth entlang des BaugevatnetElisabeth entlang des Baugevatnet, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/125s, Blende 11, ISO 100
Ältere RentiereÄltere Rentiere, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 5.6, ISO 160
Ältere RentiereÄltere Rentiere, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 5.6, ISO 160

Schon beim Aufstieg sind weit und breit keine Steinmännchen zu sehen. Wir gehen nach der Karte, was gut funktioniert, trotzdem sind wir etwas verwundert, weil keine Steinmännchen oder andere Anzeichen zu finden sind, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Unsere Navigation hält aber einer Prüfung mit unserem Notfall-GPS stand, wir sind auf der richtigen Route.
Im steten Bergauf und Bergab geht es dahin, Richtung Langvatnet und immer wieder blicken wir zurück auf den See und das Paurofjellet. Das Wetter ist traumhaft schön, 20°C und Sonnenschein, nur der Wind bläst heute stärker.

Baugevatnet und Paurofjellet (von der anderen Seite), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/80s, Blende 11, ISO 160
Kleine Hochfläche zwischen Baugevatnet und Langvatnet, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 24mm, 1/100s, Blende 11, ISO 100
Eine letzter Blick zurück auf das PaurofjelletEine letzter Blick zurück auf das Paurofjellet, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/60s, Blende 11, ISO 100

Die Stromleitung und die Strommasten und somit nach langer Zeit wieder Anzeichen von Zivilisation kommen immer näher.
Kleine Hochfläche zwischen Baugevatnet und Langvatnet, jetzt schon mit StromleitungKleine Hochfläche zwischen Baugevatnet und Langvatnet, jetzt schon mit Stromleitung, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/100s, Blende 11, ISO 100
Wir sind nun inmitten der See und Sumpflandschaft und müssen irgendwann erkennen, dass da wo der Pfad verlaufen sollte, nur mehr ein See ist. Und zwar einer zum Schwimmen, nicht zum Waten. Einen Fehler vermutend schauen wir auf unser GPS, aber wir sind dort, wo wir glauben zu sein und beinahe exakt am Weg.
Unerfreulich. Sehr unerfreulich.
Wir machen uns auf die Suche nach einer flacheren Stelle und finden tatsächlich einen Bereich, wo der See in der Mitte eine sumpfige Insel hat und um die Insel ist auch der See flacher und wir waten erst von der einen Seite auf die Insel, dann stapfen wir durch den Sumpf und finden auf der anderen Seite wieder eine Stelle, die nur knietief ist, um das rettende Ufer zu erreichen. Foto gibt es keines, ich habe vor der ersten tiefen Querung die Kamera wasserdicht verpackt.
Nach der erfolgreichen Passage nutzen wir die Zeit ohne Schuhe gleich zu einer ausgiebigen Frühstückspause um 11 Uhr und wenig später gibt es die nächste Rentiersichtung – diesmal sogar mit furtendem Rentier!

Gruppe RentiereGruppe Rentiere, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 5.6, ISO 200
Furtendes RentierFurtendes Rentier, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF70-300mm f/4-5.6L IS USM, 300mm, 1/640s, Blende 5.6, ISO 250

Der Weg führt uns nun laut Karte den Strommasten entlang hinauf auf den Berg. Der Weg wird nun steiniger und teilweise haben wir auch leichtes Blockfeld. Der Weg ist wirklich nicht schön, so von einem Strommasten zum nächsten. Oben treffen wir auf einen einmündenden Alternativweg, den Markus auch schon am GPS gesehen hat – und siehe da, auf einmal haben wir auch wieder Steinmännchen! Der Weg auf der Karte, der in einen Bogen zwischen den Seen durch und dann die Strommasten entlang führt, scheint verlegt worden zu sein, dürfte nun früher am Baugevatnet ansteigen und dann höher geführt verlaufen und trifft eben erst später auf die Strommasten-Route. Ob das etwas mit Sumpf und Wasser zu tun hat? 😜
Elisabeth im felsigen AbschnittElisabeth im felsigen Abschnitt, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 20mm, 1/80s, Blende 11, ISO 320
Nun geht es tendenziell bergab zum Sitasjaure, meist auf sehr einfachem Terrain, teilweise mit vielen Steinen am Weg. Es ist ein langer Hatscher nach unten zur Straße auf der anderen Seite des Sees, die ihr auf den Bildern schon erkennen könnt.

Abstieg zum Sitasjaure (Siiddasjávri)Abstieg zum Sitasjaure (Siiddasjávri), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 1/100s, Blende 11, ISO 100
Abstieg zum Sitasjaure (Siiddasjávri)Abstieg zum Sitasjaure (Siiddasjávri), © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/80s, Blende 11, ISO 100

Unten bei der Schotterstraße angekommen, geht es auf dieser noch ca. 1 km entlang, bevor wir um knapp nach 14 Uhr die Hütte erreichen.
Hier ist schon Harald mit seinem Sohn und dessen Freund, die alle aus Narvik stammen und mit dem Rad hier sind. Sie haben die große Hütte bezogen und wir wählen die kleine Hütte rechts am Bild, die gerade renoviert wird.
SitashytteneSitashyttene, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 28mm, 1/60s, Blende 8, ISO 320
Noch erhitzt vom Gehen, waschen wir uns im See und Markus legt sogar eine Schwimmrunde ein. Eine kurze Runde wohlgemerkt, denn die norwegischen Bergseen sind extrem kalt …
Abendliches Schwimmen im Sitasjaure (Markus)Abendliches Schwimmen im Sitasjaure (Markus), © Elisabeth Zenz — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/250s, Blende 8, ISO 100
Dann liegen wir kurz in der Sonne zum Wärmen, waschen unsere Wäsche und essen auf der Bank vor der Hütte. Die Sonne lehnt sich schön an die Hütte und wir sitzen, lesen und genießen den schönen Nachmittag und tratschen mit unseren Nachbarn.
SitashyttaSitashytta, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 35mm, 1/160s, Blende 8, ISO 100
Um ca. 18:30 verschwindet die Sonne hinter dem Berg und wieder kühlt es rasch ab, das Hüttenthermometer zeigt 16°C um 18:30 und nur mehr 10°C 45 Minuten später. Wir heizen ein und verbringen einen gemütlichen Abend in der Hütte.
Wieder stellen wir uns den “Nordlicht-Wecker” und um 2 Uhr gehts tatsächlich rund am Himmel – die Nordlichter sind stärker als in den Nächten davor und es sind wieder so schöne drehende dabei! 🙂

Aurora borealis in SitasAurora borealis in Sitas, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 25/1s, Blende 4, ISO 6400
Aurora borealis in SitasAurora borealis in Sitas, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 6/1s, Blende 4, ISO 6400
Aurora borealis in SitasAurora borealis in Sitas, © Markus Proske — Canon EOS 5D Mark IV, EF16-35mm f/4L IS USM, 16mm, 6/1s, Blende 4, ISO 6400

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