Réunionschwarzkehlchen (Saxicola tectes)

Tag 4: Îlet à Malheur – Grand Place

Kurze Etappe mit Vogerl und Boulangerie

von

Kikeriki! Ab 4:30 Uhr werden wir vom „Hahn des Hauses“ immer wieder geweckt, bis uns um 6:30 Uhr der Wecker dann wirklich zum Aufstehen ruft. Nun heißt es Anziehen, Rucksäcke packen und um 7:00 Uhr gehts zum Frühstück. Wir starten mit Baguette, Butter, Marmelade und Tee in den Tag.
Um 8:15 Uhr packen wirs an. Die heutige 8 km lange Etappe von Îlet à Malheur nach Grand Place führt uns zuerst bergab und dann wieder hinauf. Tendenziell, denn erst einmal gehts hinauf Richtung Îlet à Malheur les Hauts.
Aufstieg in Richtung Îlet à Malheur les HautsAufstieg in Richtung Îlet à Malheur les Hauts, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 28mm, 1/60s, Blende 8, ISO 720
Auf dem leicht begehbaren Weg, der – wie könnte es anders sein – wieder einige Stufen bereithält, kommen wir ausgezeichnet voran. Der Weg führt uns zur Schlucht Grand Ravine. Wir überqueren den Fluss auf einer schwankenden Ein-Personen-Hängebrücke (die für uns Norwegen-Erfahrene ein Klacks ist) und winden uns am anderen Ufer im Zickzack den Hang hinauf. Den Weg könnt ihr auf dem mittleren Bild gut erkennen. Anschließend geht es durch eine Filao-Allee nach Îlet à Bourse, einer sehr kleinen Ortschaft, die wir nach 1 Stunde 20 Minuten erreichen. Hier im Wald wächst der chinesische Bambus, auch blauer Bambus genannt. Der Größenvergleich mit Markus zeigt gut die Ausmaße dieses wirklich riesigen Riesenbambus!

Piton Cabris und Pass Bord Bazar, rechts im Bild Aurère, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 41mm, 1/125s, Blende 8, ISO 64
Grand Ravine, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24mm, 1/100s, Blende 8, ISO 64
Elisabeth im Blütenmeer (Îlet à Bourse), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 50mm, 1/160s, Blende 2.8, ISO 64
Markus vor einem RiesenbambusMarkus vor einem Riesenbambus, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 40mm, 1/60s, Blende 2.8, ISO 64

Wir verlassen Îlet à Bourse gleich wieder und nun es geht steil hinunter in die enge Schlucht des Bras d´Oussy, den wir an einer unspektakulären Furt überqueren. Am anderen Ufer geht es dann schon wieder aufwärts und bald erreichen wir das Plateau von Grand Place. Wir genießen die wunderbaren Blicke zurück auf Îlet à Bourse und die Schlucht. Und ganz im Bildhintergrund, recht diesig im rechten Drittel des Bildes, seht ihr wieder Roche Écrite.
Im Wald machen wir eine längere Pause und entdecken einen kleinen frechen Vogel. Die Recherche daheim zeigt, es ist ein Réunionschwarzkehlchen (Saxicola tectes), das für seine Neugier bekannt ist. Dieser tatsächliche sehr neugierige Geselle hüpft und fliegt die gesamte Zeit um uns herum und wir freuen uns über die Gesellschaft und Unterhaltung.

Blick zurück auf Îlet à Bourse, und den tiefen Einschnitt des Bras d’ Oussy, links der Piton Cabris, rechts Le Cimendel (und dahinter recht diesig Roche Écrite)Blick zurück auf Îlet à Bourse, und den tiefen Einschnitt des Bras d’ Oussy, links der Piton Cabris, rechts Le Cimendel (und dahinter recht diesig Roche Écrite), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 34mm, 1/80s, Blende 11, ISO 64
Le Rempart, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/80s, Blende 11, ISO 64
Réunionschwarzkehlchen (Saxicola tectes), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 2.8, ISO 160
Weg, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 35mm, 1/80s, Blende 11, ISO 200
Durch den Wald nach Grand Place, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24mm, 1/50s, Blende 11, ISO 200

Weiter gehts, leider ohne Vogerl. Der Weg führt vorbei an terrassierten Gärten und Bananenstauden und vielen Hühnern und Hähnen, die wir allerdings mehr hören als sehen. Die Îlet Grand Place ist die größte Îlet in Mafate, mit drei verschiedenen Plateaus: Grand Place „Cayenne“, Grand Place „Ecole“ und Grand Place „Les Hauts“. Aus der Höhe kommend erreichen wir zuerst Grand Place „Les Hauts“.
Bananen und HühnerBananen und Hühner, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 44mm, 1/100s, Blende 11, ISO 140
Die folgenden zwei Bilder ermöglichen auch wieder einen Ausblick auf den morgigen Tag, denn wie schon gestern, sieht man wieder unseren morgigen Pass, La Brèche, vor dem mächtigen Rémpart. Wir werden aus dem Tal rechts/hinten kommen und dann den schmalen Waldstreifen entlang nach links aus dem Bild nach Roche Plate wandern.

Grand Place les Hauts, im Hintergrund Crête des Orangers und La Brèche und dahinter der RempartGrand Place les Hauts, im Hintergrund Crête des Orangers und La Brèche und dahinter der Rempart, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 27mm, 1/60s, Blende 11, ISO 64
La Brèche (1293 m)La Brèche (1293 m), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 11, ISO 250

Nach gesamt 3 Stunden Gehzeit erreichen wir die Ortsmitte von Grand Place, wo wir eine längere Pause in einer Boulangerie einlegen, mit Salami-Baguette und Dodo, dem wohl bekanntesten Bier der Region. Im vorigen Beitrag hat Markus schon nähere Informationen dazu verraten. 😉 Nahe der Boulangerie entdecken wir eine einsame Ziege auf einem sehr kahlen eingezäunten Gelände, die verzweifelt versucht, frisches Grün außerhalb zu erreichen. Markus kann da nicht zuschauen und füttert sie mit frischen Kräutern von außerhalb – und fast hätten wir sie mitgenommen!🐐
Das Wetter heute? Sonnig und warm. Anders ausgedrückt: Wir kamen doch ein wenig ins Schwitzen, trotz der kurzen Etappe heute. 😉 Vom Pausenplatz gehen wir ca. 20 Minuten nach Cayenne, wo wir um 13:50 ganz gemütlich ankommen.
In unsere Gîte (Gîte de Grand Place Cayenne) kommen wir erst ab 15:00 Uhr. Zwar laufen am Grundstück die Kinder des Hauses herum, wir werden aber konsequent ignoriert. Also setzen wir uns vor der Gîte bei der Kirche ins Gras, lesen und schreiben Tagebuch. Gut, dass das Wetter heute so schön ist!
Pünktlich um 15:00 Uhr können wir dann unser Zimmer beziehen, hier haben wir wieder ein Doppelzimmer ergattert. Wir nutzen den freien Nachmittag zum Duschen und Wäschewaschen. Die nasse Wäsche hängen wir auf das Geländer vor unserem Zimmer. Praktisch, dachten wir, denn da haben wir sie gut im Blick. Was wir nicht bedacht haben: Genau darunter ist der Hubschrauberlandeplatz. Und natürlich kommt genau jetzt der Hubschrauber, der den Ort mit Nahrungsmitteln etc. versorgt. So schnell können wir gar nicht reagieren, fliegen schon die ersten Wäscheteile durch die Gegend … 🚁 Den Rest könnt ihr euch denken 😂 und ja, wir haben alles wiedergefunden.

Grand Place CayenneGrand Place Cayenne, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/320s, Blende 2.8, ISO 64
Gîte Grand Place CayenneGîte Grand Place Cayenne, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24mm, 1/50s, Blende 8, ISO 160

Den übrigen Nachmittag verbringen wir lesend und schlafend. Die Sonne geht kurz nach 18 Uhr unter, um 19:00 Uhr gibts Essen. Heute sitzt ein Paar aus München mit uns am Tisch, was die Konversation deutlich vereinfacht! Das Menü: wie immer, das Highlight des Abends ist ein köstlicher Chou-Salat, ähnlich dem bekannten Coleslaw.
4 Kommentare
  1. Wolfgang
    Wolfgang sagte:

    Vielen Dank für den langersehnten neuen Bericht. Wieder einfach wunderschön und beeindruckend, mit Euch virtuell mitreisen zu dürfen. Großartige Bilder und Beschreibungen wie immer.
    Liebe Grüße
    Wolfgang

    Antworten
    • Elisabeth & Markus
      Elisabeth & Markus sagte:

      Servus Wolfgang, schön wieder mal von Dir zu lesen! Wir sind mittlerweile wirklich ein bissl weit hinten mit unseren Reiseberichten, wir haben auch noch den Kjalvegur in Island, den Padjelantaleden und das Valle Maira erwandert – zumindest an ersterem schreiben wir schon 🙂
      Liebe Grüße
      E & M

      Antworten

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