Leuchtende Farben links und rechts des Weges

Tag 10 – Teil II: Abstieg nach Bourg-Murat

Farbenpracht am Wegesrand

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Dieser Beitrag heißt nicht zufällig Teil II – wer den ersten Teil verpasst hat: Lustwandler-Leseempfehlung – es handelt sich dabei nämlich um den Gipfeltag des Piton des Neiges, des einzigen 3000ers der Insel, den Artikel findet ihr hier.
Jetzt sind wir wieder zurück auf der Route und heute geht es vom Refuge de la Caverne Dufour hinunter nach Bourg-Murat, etwa 12 km und etwa 900 Meter Höhenunterschied, Gegenanstiege nicht mitgezählt. Die Plaine des Cafres ist mit 4 ½ Stunden Gehzeit angeschrieben. Beginnen wir mit einem Blick zurück auf das Refuge de la Caverne Dufour und den Piton des Neiges und den Aufstiegsweg im unteren Teil nach der Hütte.
Refuge de la Caverne Dufour und der Piton des NeigesRefuge de la Caverne Dufour und der Piton des Neiges, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 28mm, 1/60s, Blende 11, ISO 110
Vor uns liegt der Rempart Coteau Kerveguen. Im nächsten Bild kann man sich unseren Weg vorstellen: zuerst der Kante entlang nach hinten und dann vor der Hügelkette nach links. Die folgenden zwei Bilder zeigen noch einmal Blicke zurück, wiederum mit dem Piton des Neiges im Hintergrund.

Rempart Coteau Kerveguen, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 50mm, 1/100s, Blende 11, ISO 125
Unser Weg am Rempart Coteau Kerveguen, Blick zurück auf den Weg und den Piton des Neiges, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 11, ISO 200
Unser Weg am Rempart Coteau Kerveguen, Blick zurück auf den Weg und den Piton des Neiges, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 35mm, 1/100s, Blende 11, ISO 64

Der Weg führt durch eine Landschaft mit außergewöhnlich hochgewachsenen Heidesträuchern, die Wege sind tief in den Boden eingegraben, entsprechend verschwinden wir völlig im Grünen und haben nur selten die tollen Ausblicke, die ihr hier auf den Fotos seht. Der Weg ist teilweise steinig, teilweise rutschig und mit hohen Stufen nach unten. Nach etwa 2 Stunden erreichen wir die Hügelkette, die wir von oben gesehen haben und gehen nun an dieser Hügelkette entlang.

Steinige, rutschige Wege, tief eingegraben in der Vegetation, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24mm, 1/80s, Blende 8, ISO 64
Wer genau schaut, sieht einen blauen Rucksack…., © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 55mm, 1/125s, Blende 11, ISO 140
Verwachsene Pfade, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 11, ISO 720

Landschaftlich ist dieser Teil des Weges einer der schönsten Abschnitte. Links und rechts des Weges verzaubert uns ein Mikrokosmos unterschiedlichster Pflanzen.

Leuchtende Farben links und rechts des Weges, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 11, ISO 320
Leuchtende Farben links und rechts des Weges, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 51mm, 1/100s, Blende 11, ISO 200
Bunte Moose, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 35mm, 1/80s, Blende 8, ISO 360
Umgestürzte Bäume, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 63mm, 1/125s, Blende 8, ISO 1100
Totholz als Grundlage frischen Lebens, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 2.8, ISO 100
Reunion2019_DSC2054, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24mm, 1/50s, Blende 8, ISO 1000

Kurz nach Mittag halten wir die Zeit für eine ausgiebige Pause für gekommen. Gemütlich auf einem Baumstamm, mitten im dichten Wald, naschen wir von unseren Vorräten und gönnen unseren Füßen eine Pause. Während wir sitzen und tratschen, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung auf dem Weg – doch das unbekannte Wesen hatte auch nicht mit einer Begegnung gerechnet und flüchtet ins Gebüsch. Dort ist es erst ruhig, dann ein Rascheln hier, ein Rascheln da – und ein Kameramann, der sich langsam anpirscht. Und da haben wir den Burschen, die Recherche daheim ergibt, dass es sich dabei wohl um einen großen Tenrek handelt.
Großer Tenrek (Tenrec ecaudatus)Großer Tenrek (Tenrec ecaudatus), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 2.8, ISO 560
Nach dieser überraschenden Begegnung gehen wir weiter, weiter auf und ab im Urwald, tendenziell natürlich weit mehr hinunter.

Ich dichten Urwald kann es ganz schön dunkel sein…, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/320s, Blende 2.8, ISO 64
Bissl gatschig heute…., © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 2.8, ISO 280
Ja, das ist auch ein Wegfoto…, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 43mm, 1/100s, Blende 11, ISO 125
Der Weg, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 28mm, 1/60s, Blende 11, ISO 140
Der Weg, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 46mm, 1/100s, Blende 8, ISO 560

Mittlerweile gehen wir seit einiger Zeit in einem feinen warmen Regen. Der ist so angenehm auf der Haut, dass wir auf Regenschutz verzichten. Der Boden selbst ist auch schon seit einiger Zeit sehr feucht, rutschig, matschig und stellenweise auch unter Wasser. Sumpf von unten und warmer Regen von oben – das ergibt eine ausgewogene Mischung von nass. Elisabeth möchte den Effekt noch ein bissl verstärken und versinkt bei einem missglückten Sprung bis zum halben Schienbein! ?
Mittlerweile Sumpf von unten und leichter warmer Regen von oben – ergibt eine ausgewogene Mischung von nass., © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 8, ISO 140
Der Weg, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 8, ISO 1250
Links und rechts des Weges gibt es weiterhin viel zu entdecken, wir bleiben oft stehen und staunen und natürlich entsteht auch das eine oder andere Foto.

Bunte Vielfalt am Wegesrand, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/250s, Blende 2.8, ISO 64
Bunte Vielfalt am Wegesrand, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/160s, Blende 8, ISO 500
Bunte Vielfalt am Wegesrand, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 43mm, 1/100s, Blende 11, ISO 80
Bunte Vielfalt am Wegesrand, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 44mm, 1/100s, Blende 11, ISO 72
Überall dichter Bewuchs, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 35mm, 1/80s, Blende 5.6, ISO 900

Wir wandern weiter verträumt durch den Urwald, doch plötzlich geschieht etwas. Wir fallen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Urwald – plötzlich ist es aus und wir stehen nahezu übergangslos in einer völlig anderen Landschaft!

Und plötzlich stehen wir in einer anderen Welt: La Plaine des Cafres, © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 34mm, 1/100s, Blende 8, ISO 64
…und auf einmal Almurlaub :), © Markus Proske — NIKON Z 7, NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70mm, 1/800s, Blende 2.8, ISO 64

La Plaine des Cafres! Und aus unserem tropischen Abenteuerurlaub wird plötzlich ein Almurlaub. Was für ein Kontrast!
Wir haben für die angegebenen 4 ½ Stunden übrigens gut 7 Stunden mit Pausen und Fotostops benötigt. Der Rest ist schnell erzählt: Es geht jetzt noch unschwierig entlang der Weiden bis zu einer kleinen Schotterstraße mit Parkplatz, dann würde man der Schotterstraße 2 km zur N3 folgen. Der GR R2 geht morgen von der N3 aus weiter, unser Nachtquartier in Bourg-Murat liegt ca. 5 Kilometer südlich. Wir haben Glück, dass andere Wanderer ein Taxi gerufen haben und können um 16:30 gegen eine Beteiligung an den Fahrtkosten nach Bourg-Murat mitfahren.
Zum Quartier fällt mir nix ein
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